Demonstration Rights and Safety for Refugees!

In Memory of Khaled
Samstag 17. Januar, 15:00 Albertplatz/Jorge – Gomondai – Platz

Karte

They don’t really care about us –
Khaled Idris Bahray ist tot

Am Morgen des 13. Januar 2015 wurde der eritreische Flüchtling Khaled Idris Bahray (†20) im Hinterhof seines Wohnhauses in Leubnitz-Neuostra tot aufgefunden.

Entgegen erster Polizeimeldungen ist mittlerweile sicher, dass Khaled durch mehrere gezielte Messerstiche ums Leben gekommen ist. Ein rassistisches Tatmotiv kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden. Khaled kam aus Eritrea und war erst seit wenigen Wochen in Dresden. Seine Freund*innen sind geschockt und wollen wissen, warum er getötet wurde. Sie wollen aber auch wissen, warum sie hier – in Dresden – nicht sicher sind. Aus diesem Grund werden wir uns am Samstag treffen und gemeinsam auf die Straße gehen, um die Fragen und Forderungen seiner Freund*innen lautstark auf die Straße zu tragen.

Warum wurde Khaled ermordet?

Das wissen wir bisher nicht. Niemand weiß das bisher. Die übliche Reaktion auf solche Fälle ist jedoch immer zuerst, einen rassistischen Mord auszuschließen. Das haben die NSU-Morde und der Fall von Oury Jalloh mehr als deutlich gezeigt. Die Erkenntnisse aus diesen Fällen und die Berichte auch der Freund*innen von Khaled zeigen aber, dass Geflüchtete hier bedroht sind. Sie haben Angst. Und ihre Angst ist berechtigt. Das allein ist Grund genug auf die Straße zu gehen und gegen Rassismus zu protestieren.

Die Dresdner Polizei hat ihre Ermittlungen um den Mord an Khaled mit Fehleinschätzungen und Versäumnissen begonnen. Obwohl seine Leiche blutüberströmt gefunden wurde, schloss die Polizei “Fremdeinwirkung” vorzeitig aus. Erst durch öffentlichen und medialen Druck ermittelt nun die Mordkommission und stellt klar: Khaled wurde mit Messerstichen getötet. Der falsche Anfangsverdacht hat die ganze Ermittlungsarbeit verzögert: Erst 30 Stunden nachdem Khaled gefunden wurde, sicherten Beamt*innen die Spuren. Dabei hat die Dresdner Polizei bereits in der Vergangenheit rassistische Gewalt bagatellisiert und durch ihre “Ermittlungen” Aufklärung eher behindert als befördert; bekannt wurde dies beim Mord an Jorge Gomondai 1991. Deswegen fordern wir umfassende Aufklärung des Mordes und werden alle Ermittlungen kritisch begleiten.

Rassismus gestern und heute

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Solidarität mit Geflüchteten während und nach der PEGIDA Demos

Nach dem Mord an Khaled Idris ist die Angst der Geflüchteten in Dresden vor rassistischen Übergriffen noch größer als zuvor.

Wir möchten deshalb ab kommenden Montag während und nach der PEGIDA-Demo an möglichst vielen Geflüchtetenunterkünften zugegen sein. Unser Ziel ist es, für die Menschen dort ein Stück weit Normalität zu schaffen, Ängste abzubauen, Solidarität zu zeigen und Schutz zu bieten.

Um diese Aktionen zu koordinieren laden wir deshalb alle Interessierten heute Abend um 20h ins AZ Conni ein.

Falls ihr euch als Teil einer Gruppe seht, bringt ihr im besten Fall einen Überblick über die Kapazitäten eures Zusammenhanges mit.

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17.1. Anti-Nazi-Demos in Magdeburg und Frankfurt / Oder

Kein Ort für NazisKommenden Samstag gibt es eine Nazidemo gegen Geflüchtete in Frankfurt/Oder. Angekündigt sind Redner_innen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt. Das Bündnis „Kein Ort für Nazis“ ruft zu einer Gegendemonstration auf.

 

 

 

Wie jedes Jahr zum 17. Januar mobilisiert auch das Bündnis „Magdeburg Nazifrei“ für diesen Tag. Bisher gibt es jedoch noch keine Anmeldungen von Naziseite. Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese intern nach Frankfurt mobilisieren. Haltet die Augen offen, wir sehen uns am Wochenende auf der Straße.

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Mittwoch 7.1. Demo in Dessau

2Oury Jalloh wurde am 07. Januar 2005 in Dessau von Polizisten verbrannt.
Gerichte, Staatsanwaltschaft und Polizei verweisen darauf, dass er sich, gefesselt an Händen und Füßen, selbst angezündet haben soll.
Ihre Ermittlungen bestanden z.B. aus Falschaussagen der Polizisten, der Weigerung, Brandversuche mit Brandbeschleuniger durchzuführen, um ihre immer absurder werdende Theorie zu bekräftigen.
Stattdessen kriminilasieren sie die Menschen und Initiativen, die die Wahrheit zum Tod von Oury Jalloh herausfinden wollen.
-OURY JALLOH, DAS WAR MORD!-
Kommt zur Gedenkdemonstration zum 10. Todestag von Oury Jalloh
Dessau-Hauptbahnhof / 07.01.2015 / 14:00 Uhr
Treffen der Dresdner Reisegruppe um 10:00 Uhr am Bahnhof Neustadt
Infos: http://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

 

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Montag 5.1. um 19h Kundgebung an der Centrum-Galerie

Aus Solidarität zu den Betroffenen der rassistischen Übergriffe vom 22.12. (https://www.taz.de/!152095/ und https://www.addn.me/nazis/interview-hetzjagd-auf-migranten-in-dresden/) wird morgen zu einer Kundgebung an der Centrum Galerie aufgerufen. Treffpunkt ist 19 Uhr am Eingang Prager Straße bei Peek & Cloppenburg.

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Überregionale antirassistische Demonstration – 01.12.2014 in Dresden

entwurf_finalRassismus  hat viele Formen. Manche sind klar zu erkennen, andere sind versteckt und kommen maskiert daher. Seit über einem Monat veranstaltet die  rassistische Grup- pierung PEGIDA („Patriotische Europäer gegen die  Islamisierung des Abendlandes“) jeden Montag eine Demonstration durch  die Innenstadt, um gegen die angebliche „Islamisierung“ Deutschlands und  „Glaubenskriege auf deutschem Boden“ zu demonstrieren. Unter dem  Deckmantel einer friedlichen Bürgerbewegung demonstriert diese Koalition  aus Nazis, Rassist*innen, Fußballanhängern und konservativen  Bürger*innen mit erheblichen Zulauf durch die Dresdner Innenstadt.  Zuletzt schlossen sich 3500 Rassist*innen diesem Aufzug an. PEGIDA  versucht an die aktuellen Debatten um den IS anzudocken, um ihre  rassistischen Ressentiments zu verbreiten und gegen Migrant*innen und  Muslime*a mobil zu machen. Im bekannten Nazijargon wird vom „Erwachen  des Volkes“ gesprochen und die Angst vor geflüchteten Menschen geschürt,  indem herbei halluzinierte Horrorszenarien wie “Glaubenskriege auf deutschem Boden” verbreitet werden. PEGIDA  versucht dabei an die Montagsdemonstration von 1989 anzuknüpfen, wodurch  eine Einheit à la  „Wir sind das Volk“ herbei beschworen wird. Doch ein “Wir” konstruiert auch immer ein “Die Anderen”!
Während die Stadt Dresden am 13. Februar noch scheinheilig eine Menschenkette durchführt, sieht die AG 13. Februar dieses Symbol dadurch gefährdet, dass das Symbol ja nur dem Dresdner Opfergestus gelte nicht aber der Positionierung gegenüber Hass und Rassismus und überlegt eine “Menschenkerze” oder dergleichen zu veranstalten. Die Dresdner CDU stellt sich hingegen in einer öffentlichen Stellungnahme gegen aktiven Protest gegenüber den Rassist*innen, wahrscheinlich in der Hoffnung vermehrt Wähler*innenstimmen am rechten Rand zu fischen.
Für uns steht fest, dass wir am 01.12.2014 den PEGIDA-Anhänger*innen und ihrer rassistischen Hetze entgegentreten werden.

Dresden – Sachsen – Deutschland – Das Problem heißt Rassismus!

Fast  wöchentlich kommt es zu rassistischen Übergriffen und Mobilmachungen in  und um Dresden. Am 10.11.2014 demonstrierten zeitgleich zum  PEGIDA-Aufmarsch 250 Personen gegen eine geplante Asylunterkunft in  Klotzsche. In Ottendorf-Okrilla kam es, aufgrund der geplanten  Unterbringung von Flüchtlingen, in den letzten Wochen wiederholt zu  rassistischen Demonstrationen von Nazis und Bürger*innen. Im nicht weit entfernten  Bautzen demonstrierten am 08.11.2014 600 Nazis wiederholt gegen ein Flüchtlingsheim.

In Sachsen  ist Rassismus wieder salonfähig geworden, einem Klima welchem bis jetzt schon etliche Todesopfer wie Jorge Gomondai, Kamal K. oder Marwa El-Sherbini folgten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die  stumpfe Hetze wieder in Gewalt umschlägt. Doch solange können und wollen wir nicht warten.

Deshalb fordern wir ALLE couragierten Menschen auf,  am 01.12.2014 auf die Straße zu gehen und ein deutliches Zeichen gegen jede Form von Rassismus zu setzen.
Wir rufen alle antifaschistischen,  zivilgesellschaftlichen und antirassistischen Kräfte auf, nach Dresden zu kommen und mit uns gegen die menschenverachtenden Einstellungen  dieser Gesellschaft zu demonstrieren.

Wir wollen eine  Gesellschaft ohne Ausgrenzung und Unterdrückung. Wir wollen ein  Bleiberecht für alle Menschen und eine dezentrale Unterbringung von  Geflüchteten anstatt in Sammelunterkünften. Schluss mit der jetzigen  Behördenpraxis, durch welche Geflüchtete schikaniert und kriminalisiert  werden.

Deshalb: Kraftvoll und laut gegen staatlichen Rassismus, Alltagsrassismus, und Sozialchauvinismus!

Rassismus Demaskieren!
Für grenzenlose Solidarität statt begrenztem Horizont und Nationalismus!

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Deaths at the Calais Border

Uncountable lives are wasted and suffer at the hands of the Calais border regime. There is no accurate count of how many people have died. This is a list of people known in Calais or from news reports.

For sure there will have been more, their deaths ignored, the facts covered up or altogether unreported. Many already go unnamed, without vigils and protests, without families or friends to advocate on their behalf.

But we will never let these deaths be silenced. We will not forgive and we will never forget.

These borders kill! One death is too many!

2014 :

25th October : a 26 year old man from Eritrea was hit by a car after being released from Coquelle detention centre. He was 9 days in a coma, and died on October 25th. He had only been two days in Calais.

24th October : a 22 year old man from Sudan died after attempting to jump onto the top of a lorry off a bridge. He died in hospital of his injuries.

20th October: a 16 year old woman from Ethiopia was killed crossing a major highway near Calais

26th September : a young man from Sudan died after falling into the canal in Calais. Two of his friends had jumped in to try and help him out of the water, but were unable to do so.

23rd May : Youssef Aroun, 19 years old from Sudan, was killed after falling from the axle of the wheels underneath a tourist bus he was hiding in whilst trying to cross to England.

5th May : Mengs Medhane, 16 years old from Eritrea, died after jumping from a truck he thought was heading to England.

15th March : A person from Ethiopia was killed having hit his head whilst hiding in a truck he thought was to going to England.

14th March : At midday, Senay Berha from Ethiopia, was found dead in the river near the camp known as the Eritrean camp. He had been missing for some days.

12th March : In the night, Mesfin Germa from Ethiopia, died on the A26 motorway near the rest area Rely, struck by a vehicle. The driver did not stop .

9th March : an Albanian man was stabbed and killed on the motorway outside of Calais.

3rd February : An Iranian exile thirty years has been killed by a bullet to the chest in the Industrial Zone Marcel Doret.

30th January : a 17 year old boy from Iran is killed by being driven over by a truck whilst trying to cross the border into the UK.

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05. November 2014 – Vernetzungsabend im Wums e. V.

Vernetzungsabend plakatEs ist wieder soweit. Ein Jahr ist schon wieder rum, es wird kälter, die Tage kürzer und neue Menschen sind wohl in der Stadt unterwegs. Und weil’s die letzten Jahre so schön war, nutzen wir diese Zeit und das gute & viele Feedback und veranstalten zum fünften Mal den Vernetzungsabend im Wums e. V.

Am 05. November 2014, stellen sich ab 18 Uhr im Wums e.V. verschiedene unkommerzielle Initiativen und Gruppierungen (aus vielen politischen Themenbereichen) aus Dresden vor und bieten euch die Möglichkeit, Einblick und Zugang in ihre Arbeit und Schwerpunkte zu bekommen. Dafür wird es in entspannter Atmosphäre Ansprechpartner_innen und ggf. kleine Präsentationen der Gruppen geben. Neben dem Kennenlernen von neuen Menschen, neuen Ideen, und neuen Möglichkeiten wird es eine leckere Küfa von Black Wok geben.

Black Wok | NAMF  |  Kosmotique  |  Coloradio  |  KoKAgruppe.cartonage | DeinHof  |   FAU | Konsum Global  |  e*vibes  |  Medinetz  |  Sachsens Demokratie  |  Rote Hilfe e.V.  |   Demo-Sanis  | Werkstattpirat_innen | Tierbefreiung Dresden | Gruppe Polar | Dresden PostkolonialKlatschCafé  |  Rhythems of resistance | Rad i. O.  | AG Asylsuchende Großenhain  |

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Black Wok in Calais 2014

Liebe Menschen da draußen,

wie einige von euch eventuell schon mitbekommen haben, fährt das Black Wok Küfa Kollektiv Dresden vom 21. bis 28. August wieder nach Calais, um Flüchtlinge und lokale NoBorder-Aktivist_innen zu unterstützen. Uns ist es sehr wichtig, dass die Thematik und unsere Eindrücke weiter getragen werden. Deshalb haben wir uns entschlossen – wie auch 2012 – ein inhaltliches Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen und so möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, Teilhaben zu können.

Auf unserem Blog findet ihr viele wichtige Informationen, wie Aktuelle Infos, Spendenaufruf, etc.

Neben dem immer dringlich benötigten Geld, suchen wir momentan unbedingt nach einen TRANSPORTER (oder andere große Autos) für diese Zeit. Wenn ihr Menschen kennt, oder Menschen die Menschen kennen, …  gebt uns bitte unbedingt bescheid!

Am 06. August 2014, ab 20 Uhr findet dazu auch ein Info-Vortrag in der Kosmotique auf der Martin-Luther-Straße in der Dresdner Neustadt statt.

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Französische Polizei räumt Flüchtlingslager bei Calais

Heute morgen (Mittwoch, 28. Mai 2014 – ab 5:30 Uhr) begann die französische Polizei in Calais verschiedene, provisorisch errichtete Schlafplätze der Migrant_innen zu räumen. In Calais leben zur Zeit etwa 800 Migrant_innen, welche sich auf dem Weg nach Großbritanien befinden und in der franzosischen Transit- und Hafenstadt Calais versuchen, den Ärmelkanal zu überqueren. Der Grund der Räumung sei eine ausgebrochene „Krätze“ (Milbenerkrankung der Haut).

Viele Nachrichtenportale sprechen von „einem Lager“ – und erwecken damit das Bild, dass es eine, mit Infrastruktur ausgestattete Versorgung der Menschen gäbe! Wir möchten betonen, dass es in Calais, seit der Schließung des Lagers in Sangatte (Vorort von Calais) 2002 durch den damaligen französischen Innenminister Nicolas Sarkozy, kein neues – von der Regierung unterstützes- Durchgangs- oder Versorgungslager der Migrant_innen in Calais gab! Die Menschen bauen sich provisorische Verschläge und wohnen in Abrisshäusern (die Menschen nennen diese Plätze selbst auch „Jungles“ –> mehr dazu hier)

Mehr zur aktuellen Situation und Hintergründe zur heutigen Räumung findet ihr hier:

Ticker von Menschen vor Ort

CMS – Calais Migrant Solidarity

Le Monde diplomatique – französisch

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